10 Tipps
zum selbstbewussten und erfolgreichen
Kundenumgang

1. Nach Wünschen und Vorstellungen Fragen

Jeder Kunde bucht ein Shooting, weil er eine bestimmte Wunschvorstellung von sich im Kopf hat. Manchmal ist diese sehr klar und mit Beispielfotos vom Kunden unterlegt. Ein anderes Mal hat der Kunde nur eine Idee im Kopf, in welche Richtung es gehen soll. Versuche so genau wie möglich herauszufinen, was dein Kunde möchte und erfülle ihm diese Wünsche so gut es geht. Auch wenn du, deiner Meinung nach, alle Fotos im Kasten hast und das Shooting beenden willst, frage unbedingt nochmal nach, ob dein Kunde noch einen Wunsch hat.

2. Den Kunden kennenlernen und Vertrauen aufbauen

Es ist von äußerst großem Vorteil deinen Kunden möglichst gut zu kennen. Mein Motto ist es, sehr persönlich mit dem Kunden zu sein. Ihn in kurzer Zeit so gut wie möglich kennenzulernen, so dass ich eine Vertrauensbasis aufbaue und möglichst authentische Fotos machen kann.

Fragen, die du deinem Gegenüber stellen kannst, um ihn besser kennenzulernen:

Woher kommst du heimatlich?

Was machst du beruflich?

Hast du einen Partner? / Bist du verheiratet? / Hast du Kinder?

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lass deinen Kunden einfach von sich erzählen und hinterfrage gerne viel.

Dein Kunde redet nicht gerne über sich? Dann erzähle von dir und lass deinen Kunden dich kennenlernen.

3. Das "Du" anbieten

Wie handhabst du es? Duzt du deine Kunden oder wird bei euch gesiezt?
Ich duze! Und zwar Jeden! Egal wie alt, egal wie bieder. Denn es passiert direkt etwas Magisches: Es fällt eine Mauer zwischen mir und dem Kunden. Mein Kunde hat direkt das Gefühl, er kann mein Freund sein und mir vertrauen. Das finde ich sehr wichtig. Denn um sich von jemandem Fremden fotografieren zu lassen, erfordert es eine Menge Überwindung. Nimm deinem Kunden die Angst, indem du ihm gleich zu Beginn ein Gefühl der Vertrautheit vermittelst.

4.  So oft wie möglich mit dem Vornamen anreden

Neben dem Duzen, kannst du deinen Kunden oft mit seinem Vornamen ansprechen. Klingt witzig, aber jede Person hört sehr gerne ihren eigenen Namen. So fühlt sich dein Kunde noch besser.

5. Viel Reden

Egal wie schüchtern oder mundfaul du als Mensch sein magst, bei einem Shooting solltest du plappern, erzählen, Fragen stellen, Komplimente machen oder etwas Erklären. Gerade wenn dein Gegenüber kein Wort herausbringt. Denn ein unangenehmes Schweigen, bei dem die Aufregung nur noch größer wird, möchte niemand gerne. So können sich Fotograf und Kunde zudem super kennenlernen, bereits bevor das Shooting überhaupt beginnt.

6. Komplimente machen

Sage immer Wörter, wie: "Super, perfekt, so bleiben, gut, jetzt nur noch ein bisschen so, jetzt ist es noch besser, und nochmal so, wunderschön, gut gemacht, jetzt kannst du dich kurz entspannen, wenn ich kurz nichts sage, dann ist es gerade perfekt, …" Gib deinem Kunden immer ein Lob oder eine Aufgabe mit an die Hand, damit er weiß, woran er ist. Zudem steigert jedes Lob das Selbstbewusstsein deines Kunden, was deinem Bildergebnis enorm entgegen kommt. Denn ein selbstbewusster Blick mit viel Ausdruck, ist doch schon die halbe Miete eines tollen Fotos.

7. Die bevorzugten und unliebsamen Körperstellen des Kunden herausfinden

Jeder Mensch hat Körperregionen, die er an sich mag und jene, die er nicht mag. Das kennst du sicher von dir selbst. Finde möglichst zeitnah heraus, welche das sind und fotografiere dementsprechend. Ein Kunde mag seine Nase nicht? Du kannst herausfinden, wann er sie nicht so schön findet. Ist es im Profil oder direkt von vorne? Richte dich nach seinen Vorlieben und Neigungen, um ihm das beste Bildergebnis zu ermöglichen. Du kannst die unliebsamen Stellen kaschieren, indem du die Pose dementsprechend wählst, oder du wählst ein reduzierendes Outfit. Auch in der Nachbearbeitung ist es möglich unliebsame Stellen zu optimieren (wie zum Beispiel ein Doppelkinn).

8. Frage nach dem Wohlbefinden

Bei manchen Shootings kannst du regelmäßig nach dem Befinden deines Kunden fragen. Wie zum Beispiel bei einem Babybauch-Shooting. Frauen in der fortgeschrittenen Schwangerschaft geht es manchmal nicht mehr so gut. Sie haben Probleme das Gleichgewicht zu halten und sind nicht allzu fit. Frage oft nach ihrem Befinden und biete ihr die Toilette an, da das Baby oftmals auf die Blase drückt. Vor allem bei diesem Shooting sind Komplimente besonders wichtig. Viele schwangere Frauen fühlen sich in ihrer Haut nicht mehr so wohl, da sie zugenommen haben und evtl. über Wassereinlagerungen klagen. Gib der Bald-Mami das Gefühl, dass sie schön ist und du ihre vorteilhafte Seite in den Fokus setzt.

Auch bei einem sinnlichen Shooting kann es sehr anstrengend für die Kundin werden. Da sie häufig die Körperspannung halten muss. Du kannst öfter nachfragen, ob sie eine Entspannungspause oder einen Schluck Wasser braucht.

9. Bitte Lächeln

Diesen Punkt finde ich persönlich sehr wichtig. Ich möchte, das mein Kunden weiß, das ich mich auf das Shooting freue und darüber, dass er mich als seine Fotografin gewählt hat. Vor allem, wenn das Shooting schon etwas länger andauert, sollte das Lächeln trotz allem nicht nachlassen. Dies kennen sicher einige Hochzeitsfotografen. Mit der Zeit tut einem der Arm weh, die Füße schmerzen und womöglich sind die Gäste eher Spaßbremsen. Doch trotz allem kannst du als gutes Beispiel voran gehen. Denn auf einer Hochzeit, sollte doch den ganzen Tag gelächelt und gelacht werden <3

10. Selbst in die Rolle des Kunden schlüpfen

Wie weiß ich am Besten, wie sich mein Kunde vor der Kamera fühlt? Richtig! Einfach einmal selbst vor die Kamera stellen und sich "der Kamera schutzlos ausgeliefert fühlen". ;) Ich weiß, gerade für Fotografen ist das noch mehr eine Überwindung, da man es gewohnt ist, hinter der Kamera die volle Verantwortung zu haben. Aber gerade diese Situation ist Gold wert, im Umgang mit deinem eigenen Kunden. Denn jeder fühlt sich anfangs komisch und auch als Fotograf weiß man auf einmal nicht, was man machen soll, wie man sich hinstellen/ -setzen / -legen soll. Ich finde es sehr wichtig regelmäßig selbst in diese Kunden-Rolle zu schlüpfen, um sich dem immer wieder bewusst zu sein wie es ist, vor der Kamera zu stehen.

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